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Die Lebensbedingungen der Kinder
Der Jemen hat die höchste Zahl schwerst verbrannter Kinder der Welt.
Gerade die arme, meist ländliche Bevölkerung lebt ohne Stromversorgung. Am Abend werden Kerosinlampen angezündet. Fällt eine solche Lampe um, gleicht dies einer kleinen Explosion. Die Frauen kochen mit Gasflaschen, die meist in der Nähe des Herdes stehen, auch hier passieren viele Unfälle mit Kindern.
Entschließen sich die Eltern ihr Kind in das einzige uns bekannte staatliche Krankenhaus für Verbrennungen zu bringen, entsteht folgendes Problem: der Arzt hat an der Klinik keine Medikamente, also schreibt er ein Rezept für Brandsalbe, Verbandsmaterial, Schmerzmittel, Antibiotika, Narkose-Mittel und sogar für Gummihandschuhe. Die Angehörigen müssen dies alles in der Stadt in einer Apotheke kaufen. Gerade die Armen haben kein Geld um die Medikamente zu bezahlen. So liegen die Kinder, übrigens auch Erwachsene, unversorgt im Krankenhaus.
Unsere Hilfe:
Wir haben seit der Gründung des Fördervereins Aktion Jemenhilfe e.V. bisher sechs Container mit Hilfsgütern nach Taiz verschiffen können. Dankenswerter weise spendet die Bundeswehr bisher jährlich ca. 3 cbm Verbandsmaterial. Auch bekommen wir immer wieder bei Krankenhausauflösungen Betten, so dass die Menschen dort nicht mehr auf dem Fußboden liegen müssen. Eine Großwäscherei spendet Bettwäsche, die es vorher dort auch nicht gab.
Mit der Gründung der Jemen Kinderhilfe e. V. ist es uns möglich einzelnen Kindern gezielt zu helfen.
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