Jemen Kinderhilfe Aichach e.V.

Hilfe, die ankommt und unmittelbar wirkt

Förderverein Aktion Jemenhilfe e.V.

Stiftung Jemenhilfe Deutschland

Der Verein

Unsere Grundsätze

Wir helfen effektiv, jedoch rücksichtsvoll, ohne das traditionelle Gefüge, sei es Brauchtum oder Religion anzutasten. Wir achten Bewährtes und versuchen nicht den Menschen dort unsere eigene Kultur überzustülpen. Dort, wo wir gerufen werden, versuchen wir in langen Gesprächen, gemeinsam mit den Betroffenen, eine Lösung der Probleme zu finden.

Natürlich hat allein unser Dasein in Al Mihlaf für gewisse Veränderungen in der Region gesorgt. Ohne dies wäre es nicht möglich Mädchen in Taiz zur Schule zu schicken.

Da wir grundsätzlich unsere beiden Projekte im Jemen, nicht miteinander verquicken wollen, haben wir die „Jemen Kinderhilfe Aichach e.V." neben dem „Förderverein Aktion Jemenhilfe e.V." gegründet. Somit wissen alle Sponsoren und Spender ganz genau wofür sie spenden.

Das Team

In Deutschland bilden neun Personen den Vorstand des Vereins. Wir sind derzeit noch ein sehr kleiner Personenkreis, und haben sehr engen Kontakt mit unseren Mitgliedern.

Im Jemen werden die Buben von zwei jungen Frauen betreut. Die Mädchen leben in der Familie des Rektors ihrer Schule. Der Verwalter unseres Krankenhauses, der selbst sehr darunter leidet keinen gehobenen Schulabschluss zu haben, kümmert sich um die Kinder und hält auch Kontakt mit den Schulen.

Das Umfeld

Die Schule von Al Mihlaf, einem Bergdorf in
ca. 2 500 m Höhe, liegt ca. 35 km von der nächsten Stadt, Taiz, in einer abgelegenen Gegend. Die meisten, vor allem die älteren Menschen, dort sind Analphabeten. Die jüngeren Männer haben erkannt, dass Schulbildung wichtig ist und haben für die ca. 900 Kinder der Region eine kleine Schule gebaut. Es handelt sich um vier Klassenräume, ohne Tür und Fensterscheiben, deren Decke mit alten Plastiksäcken abgedeckt ist.

Da unmöglich alle Kinder unterkommen können, findet der Unterricht meist im Freien unter Bäumen statt oder in Gruben, die von den Lehrern ebenfalls mit dürren Zweigen und Plastiksäcken abgedeckt sind.
Sollte es einmal regnen, muss der Unterricht ausfallen. Auch das Feld unter den Bäumen muss dann geräumt werden, weil die Bauern ihren Acker bearbeiten.

Trotz Schulpflicht ist im Jemen ein Besuch der Schule ohne Schuluniform nicht möglich. Arme bleiben somit chancenlos.

Witwen und verlassene Frauen werden immer häufiger von der Familie des Mannes vertrieben und sind damit der Barmherzigkeit der Frauen aus ihrem Dorf ausgeliefert. Sie sind Analphabetinnen, haben viele Kinder und keine Chance Arbeit zu finden. Durch die seit langem anhaltende Dürre können die selbst am Existenzminimum lebenden Frauen des Dorfes nicht lange helfen.

Durch verseuchtes Wasser und Mangelernährung leiden vor allem die Frauen und Kinder an Anämie und sind darum sehr anfällig für Krankheiten.
Auch hat der Jemen die höchste Zahl an schwerstverbrannten Kindern der Welt. Dies kommt von grässlichen Unfällen mit Kerosinlampen. Strom gibt es in vielen Dörfern nicht.
Allein in der Hauptstadt Sana'a leben 25 000 Straßenkinder. In Taiz ist die Situation nicht besser. In einem kleinen Heim konnten bisher gerade mal acht Kinder aufgenommen werden.

Unser Projekt

Wir schicken begabte, bedürftige Kinder aus den Bergen von Al Barazza, 35 km nordwestlich von Taiz in eine gute Schule in Taiz.
Wir unterstützen ein kleines Heim für Straßenkinder in Taiz. Wir helfen mittellosen Witwen mit Kindern.
Wir unterstützen ebenfalls die Station der schwerverbrannten Kinder in Taiz.


Die Umsetzung

Nach Rücksprache mit den Lehrern von Al Mihlaf / Jemen, schicken wir sechs Buben in Taiz in eine Privatschule. In eine Privatschule, weil in den staatlichen Schulen die Klassenstärken zwischen 90 und 100 Kindern betragen
.An der Schule unserer Buben haben die meisten Lehrer im Ausland studiert, was einen qualifizierten Unterricht sichert.
Seit kurzem gehen auch drei Mädchen in Taiz zur Schule. Dies freut uns besonders. Es ist sehr schwer, das Einverständnis der Familien zum Leben von Mädchen außerhalb des Familienverbandes zu bekommen. Besonders die Alten fürchten um die Ehre der Mädchen.
Witwen und verlassenen Frauen mit Kindern helfen wir ihre Kinder in die Schule zu schicken z.B. durch den Kauf von Schuluniformen. Mit Material (Bettwäsche, Heften, Spielen, Kleidung etc.) welches in Deutschland gespendet wurde, versorgen wir ein kleines Heim für Straßenkinder in Taiz.