Jemen Kinderhilfe Aichach e.V.

Hilfe, die ankommt und unmittelbar wirkt

Förderverein Aktion Jemenhilfe e.V.

Stiftung Jemenhilfe Deutschland

Abdu 2, ist ein fröhlicher Lausbub, der sich noch keine Gedanken über seine Zukunft macht. Doch auch er bringt gute Noten nach Hause.

Mohanned
, der letztes Jahr hier war und in Ingolstadt operiert worden war, geht es gut. Ab und zu klagt er noch über Kopfschmerzen, doch die Nachuntersuchungen haben ergeben, dass kein Grund zur Sorge besteht. Sogar in der Schule hat er jetzt weniger Schwierigkeiten. Er träumt immer noch vom deutschen Brot!

Mustafa 2
, seine sehr alten und bitterarmen Großeltern haben ihm zu Liebe ihr Dorf verlassen und leben jetzt in sehr ärmlichen Verhältnissen in Taiz in der Nachbarschaft unserer Kinder, um ihrem einzigen Enkel nahe zu sein. Er lebt bei diesen einzigen Verwandten. Wir zahlen seinen Unterhalt und sein Schulgeld. Waheeb hat auch ihn unter seine Fittiche genommen und betreut seine Hausaufgaben.

Ismail, 9 Jahre
, der Bruder von Ishaat lebt nun auch bei uns.

Said, 4 Jahre,
ist als halbverhungertes Baby zu uns gekommen. Inzwischen ist er ein richtiger Wonnepropen. Scheich Sadeq konnte eine junge Witwe finden, die ihn aufgenommen hat. Sie bekommt Geld für seinen Unterhalt von uns. Wir konnten unseren beiden Betreuerinnen nicht noch ein Baby zumuten.
Unsere ersten drei Mädchen haben die Schule leider, auf Druck von Verwandten, verlassen müssen. Sie werden wohl in Kürze heiraten müssen. Leider haben wir auf die Verwandten keinen Einfluss. Immerhin haben sie einen Schulabschluss und ich denke auch ein gewisses Maß an Selbstvertrauen, um sich behaupten zu können. Auf Grund der unsicheren Straßen konnte ich sie im Frühjahr nicht besuchen. Ich werde jedoch bei meinem nächsten Aufenthalt im Jemen versuchen wieder Kontakt zu ihnen aufzunehmen.

Hadija,
musste die Schule wechseln, weil in der alten Schule keine Mädchenklasse gebildet werden konnte. Die Leiterin der neuen Schule ist so von ihr begeistert, dass sie ihr in ihrer Freizeit französisch Unterricht erteilt. Sie hat immer noch keine neuen Prothesen und sitzt daher nur im Rollstuhl. Es ist ein Drama und sie tut mir in der Seele leid. Sie lebt wie eine Gefangene, denn mit dem Rollstuhl kann man in Taiz unmöglich auf der Straße fahren. Die Bordsteinkanten sind zu hoch. Es gibt zu viele Schlaglöcher auf der Straße. So wird sie von der Schule in das Taxi getragen und zu Hause wieder in die Wohnung in ihren Rollstuhl. Zunächst hatte sie sehr zugenommen. Außer essen hatte sie ja keine Freude! Ich habe ihr vor zwei Jahren erklärt, dass sie unbedingt abnehmen muss, wenn sie neue Prothesen angepasst haben will. Ja, ich konnte es kaum glauben sie hat wirklich ganz toll abgenommen. Wir haben beschlossen, dass sie noch ihr Abitur macht und wir dann versuchen sie nach Deutschland zu holen, um ihr neue Prothesen anpassen zu lassen. Dies wir jedoch eine längere Aktion werden, denn zunächst wird sie mit Hilfe der Krankengymnastik erst wieder Muskeln aufbauen müssen. Wir suchen noch Pflegeeltern für sie. Eines unserer Mitglieder hat es übernommen nach den entsprechenden Fachleuten zu sehen. Sollten Sie uns helfen können wären wir sehr dankbar.

Suad
hat das Abitur gemacht und besucht ein Lehrerseminar.
Husm ein junges geistig behindertes und verwaistes Mädchen wird von einer Nachbarin versorgt, die von uns die Kosten des Unterhalts bekommt.
Nagat, ist Spastikerin. Ihre Eltern sind vor kurzem sehr schnell hintereinander gestorben. Sie kriecht auf Händen und Knien und ist ebenfalls nicht in der Lage sich selbst zu versorgen. Sie ist zu scheu, um nach Taiz in unsere Wohngemeinschaft zu kommen. Eine Nachbarin versorgt auch sie und erhält die Unterhaltskosten von uns.
Eine junge Frau, mit
vier Kindern, deren Mann verschollen ist wird von uns unterstützt.
Ebenso erhält eine Witwe mit 
neun Kindern das Geld für die Schuluniformen der Kinder von uns. Ohne Schuluniform dürfen die Kinder die Schule nicht besuchen.
Sie sehen, die Not ist groß und es stehen immer wieder tragische Fälle vor uns. Wir bemühen uns zu helfen, wo immer es geht. Doch alleine schaffen wir es nicht. Wir brauchen dringend Ihre Hilfe! Es ist Hilfe zur Selbsthilfe die ankommt und unmittelbar wirkt.

Wir wünschen Ihnen alle frohe Festtage und alles Gute für das Jahr 2014.

Mit freundlichen Grüßen

Aenne Rappel
Für den Vorstand                                                                      weiterlesen